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Phytotherapie

Die Themen dieser Seite:

Was versteht man unter Phytotherapie ?

phyton=pflanze

Als Phytotherapie wir die Behandlung mit hochdosierten pflanzlichen Extrakten bezeichnet, deren Wirkung zuvor wissenschaftlich belegt wurde. Zur Extraktgewinnung werden getrocknete Pflanzenteile beispielsweise mit einem Alkohol-Wassergemisch ausgezogen. Diese Extrakte werden dann auf einen bestimmten Wirkstoffgehalt standardisiert. Infolge dessen können phytotherapeutische Medikamente exakt dosiert werden. An Phytotherapeutika werden in Bezug auf Wirksamkeit und Unbedenklichkeit vom Arzneimittelgesetz die gleichen Anforderungen gestellt wie an chemisch-synthetische Arzneimittel.

arnikaHier finden Sie weitergehende Informationen zu modernen Phytopharmaka . In früheren Zeiten waren die aus der Natur entnommenen Pflanzen die wichtigsten Heilmittel.

Zu Beginn unseres Jahrhunderts trat ihre medizinische Verwendung wegen des verstärkten Einsatzes chemisch-synthetischer Arzneimittel merklich in den Hintergrund. Heute aber gewinnen pflanzliche Arzneimittel im Zeichen einer verstärkten Hinwendung des Menschen zur Natur wieder stark an Bedeutung.

Dem wachsenden Informationsbedürfnis tragen Heilpflanzengärten Rechnung. Neben dem über Generationen hin angesammelten Erfahrungswissen werden Ihnen in diesen Gärten auch wertvolle Ergebnisse moderner Arzneipflanzenforschung vermittelt.

Bevorzugt werden Teezubereitungen aus Heilkräutern bei leichten Erkrankungen und Befindlichkeitsstörungen verwendet. Hier können sie ausgesprochen hilfreich sein. Sie stellen in vielen Fällen eine echte Alternative zu chemisch-synthetischen Arzneimitteln da.

Wichtige Anwendungsgebiete sind:

  • leichte nervöse Unruhezustände und dadurch bedingte Einschlafstörungen
  • Erkältungskrankheiten
  • Magenverstimmungen
  • Appetitlosigkeit
  • geringgradige, vorübergehende Durchfallerkrankungen
  • Gallenfunktionsstörungen
  • Auch zusätzlich unterstützend zu einer vom Arzt verordneten, medikamentösen Therapie kann der Einsatz von Arzneitees sinnvoll sein.

In Betracht kommt hier z.B. die Anwendung bei:

  • Herz- und Kreislauferkrankungen, besonders im Alter
  • Magen-und Zwölffingerdarmgeschwür
  • Entzündungen der ableitenden Harnwege

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Von der Heilpflanze zur Teedroge

Unter einer pflanzlichen "Droge" versteht der Arzneimittelfachmann getrocknete Pflanzen oder Teile davon. Das Trocknen ist eine sehr alte, aber auch heute noch gebräuchliche Art, Heilkräuter haltbar zu machen. Bei der Gewinnung und Aufarbeitung von Teedrogen sind einige Regeln zu beachten, um qualitativ hochwertige Ware zu erhalten, die den Anforderungen des Arzneibuches genügt:

Nur einwandfreies Pflanzenmaterial, das einen bestimmten Mindestgehalt der gewünschten Wirkstoffe aufweist, darf zur Drogengewinnung dienen.

Zum Schutz der teilweise empfindlichen Pflanzenwirkstoffe muss die Trocknung schonend erfolgen. In manchen Fällen entstehen Wirksubstanzen erst durch Lagerung. Hier müssen Lagerzeiten eingehalten werden. 
Für die Teebereitung ist ein einheitlicher mittlerer Zerkleinerungsgrad wichtig. Zu große Teile geben nur wenig Wirkstoffe an das Wasser ab, pulverförmige Anteile führen zur Entmischung des fertigen Tees.

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Von der Teedroge zur Teemischung

Eine Teemischung, die modernen, medizinisch-wissenschaftlichen Anforderungen entspricht, ist folgendermaßen aufzubauen:

  • Alle Bestandteile müssen auf Wirksamkeit und Unbedenklichkeit gut untersucht sein.
  • Die Zahl der Wirkdrogen sollte überschaubar (nicht mehr als 4 - 6) und ausreichend hoch dosiert sein. In bestimmten Fällen reicht eine einzige, dafür aber entsprechend hochdosierte Droge.
  • Sonstige Bestandteile, wie Schmuckdrogen oder geschmacksverbessernde Zusätze, sollten einen Anteil von 10-20% nicht überschreiten.
  • Richtig zubereiten und anwenden!

Wie jedes Arzneimittel kann auch ein Tee seine volle Wirksamkeit nur bei richtiger Handhabung und Anwendung entfalten. Nehmen Sie Ihren Tee über längere Zeit hinweg regelmäßig ein und beachten Sie die Dosierungshinweise in der Packungsbeilage. Tees sind mild wirksame Arzneimittel. Zum Gesundwerden reicht es nur selten, einmal täglich eine Tasse zu trinken.

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